Weinstilleben, Foto von Andreas Wenzel
Samstag, 15. November 2008
Öko oder Bio?
Natürlich ist bio nicht gleich bio (oder öko nicht gleich öko)! Weder als Produzent, noch als Verbraucher oder als Händler bzw. Gastronom trifft man eine Entscheidung die "bio: ja oder nein" lautet, es ist auch Quatsch zu unterscheiden zwischen "bio=gut und nicht-bio=böse". Der Weinbau ist da ein gutes Beispiel: Als Winzer kann man sich für bestimmte Anbaumethoden entscheiden, für bestimmte "Pflanzenschutzmittel" oder bestimmte Düngemethoden. Die Investitionskosten dafür sind unterschiedlich, ebenso die Konsequenzen für das Produkt. Wenn man sich EG-Öko-zertifizieren lässt bedeutet das, daß man bestimmte Regeln einhalten muss, die jederzeit von Inspektoren geprüft werden können. Allerdings heisst das nicht, dass man zum Beispiel einem Verband wie Ecovin beigetreten ist. Dies würde zusätzliche Gebühren kosten, bedeutet aber, daß man unter Fachleuten ist und gemeinsam Themen und Probleme angeht und vermarktet. Die Anforderungen hierbei sind strenger, als bei einer reinen EG-Öko-Zertifizierung. Oder man arbeitet nach antroposophischen Prinzipien und stellt auf Demeter um. Daß mit derartigen Zertifizierungen - die man auch als "Qualitäts-Management-Instrument" verstehen kann - auch die Berechtigung für die Nutzung der entsprechenden Marken einhergeht ist klar. Und, daß man somit (zu recht) einen teureren Verkaufspreis rechtfertigen kann, ebenso.

"Eine andere Unterscheidung trifft Bionade-Chef Kowalsky: "Es gibt mittlerweile Öko und Bio" - und Bio sei die neuere Form. "Bio verkörpert den zusätzlichen Genuss- und Lifestyle-Gedanken."> Sich gut ernähren und dabei auch noch gut fühlen, heißt das übersetzt." heisst es in einem Artikel auf Spiegel Online, den ich auf dem Blog alienliebe - Ein Kleckswerk! gesehen habe. Über diese Formulierung werde ich mir in einem der nächsten Posts Gedanken machen...

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